Sonntag, 18. Juni 2017

(Blogparade): Instagram- Blogger vs. Reality oder sind wir nicht alle ein bißchen fake?

Instagram- Blogger vs. Reality

oder sind wir nicht alle ein bisschen fake?

Instagram ist eine gerade unter Bloggern sehr beliebte Plattform. Doch warum eigentlich? Wahrscheinlich, weil man schnell mal ein Bild hochladen kann und die Follower so durch sein Leben mitnehmen kann. Gerne wird das Bild als der perfekte Schnappschuss präsentiert. Doch wie lange dauert es eigentlich ein Bild so hinzubekommen, bis es dann auch als "perfekter Schnappschuss" präsentiert werden kann. Diese Frage stellten sich auch Nessa und Heidi von Wilder Minds. Zu diesem Zweck riefen sie dann auch gleich zu einer Blogparade auf. Ziel der Blogparade ist zu zeigen, dass man vieles auf den Fotos, die man auf der Plattform sieht, nicht unbedingt glauben sollte und dass es eben nicht alles so einfach ist, wie es gerne dargestellt wird. Zu diesem Zweck suchten Nessa und Heidi für jeden der Teilnehmer zwei Bilder aus, die er nachstellen sollte. Die Schwierigkeit bestand hier darin, dass wir auf nur das verwenden sollten, was wir im Haus oder Garten finden konnten und nicht extra kaufen mussten. 
Für mich viel die Wahl auf dieses Bild des Instaaccounts der Bloggerin von WantGetRepeat sowie auf eines von der Bloggerin Li-Chi Pan. Wie lange würde ich wohl für diese beiden Bilder brauchen? Für das Fotografieren an sich setze ich mir zwei Tage an. Immerhin muss ich an zwei verschiedenen Orten fotografieren. Dazu kommt noch die Vorbereitungszeit für die einzelnen Bilder.

Bild Nummer 1

Fangen wir einmal mit dem zweiten Bild an. Auf dem Bild zu sehen ist ein Bett, ein Laptop, ein Tablett, eine Lichterkette und kleine Bilder sowie die Bloggerin mit einem Kaffeebecher in der Hand.

Schritt 1:

Da mein Bett längsseitig an der Wand steht, frage ich meine Mutter, ob ich das Bild in ihrem Schlafzimmer machen kann. Das klappt. So schnell ist die Frage nach dem Ort hier schon gelöst. Prima. Einen Laptop habe ich selbst, da brauche ich mir auch keinen Kopf zu machen. Ok, so ein Tablett mit Beinen drunter, auf dem die Bloggerin ihren Laptop stehen hat, habe ich nicht. Fragt sich, ob ich überhaupt eines habe, das passt. Das schwarze, auf dem ich immer dekoriere, fliegt gleich aus der Überlegung raus, da es rund ist. Ein zweites fliegt auch raus, da auch das eher für Dekozwecke geeignet ist, denn es ist vom Frühjahr und hat die Form eines Huhns. In der Diele werde ich dann aber auf einer Anrichte fündig: Dort steht ein durchsichtiges, das eigentlich als Ablage dient. Prima. 
Mit einer Lichterkette kann ich leider auch nicht dienen. Allerdings fällt mir spontan meine Kiste mit DIY- und Bastelzubehör ein. Da müsste doch was zu finden sein?! Und tatsächlich, ich werde fündig, allerdings in Form von Bastelgarn. Dann muss das also die Stelle der Lichterkette einnehmen, auch gut. Auch kleine Paperclips finde ich dort, die ich für die Bilder verwenden kann. Es sind zwar nur 15 Stück, aber das muss reichen. Auch Bilder finde ich in meiner Ecke mit dem DIY- Kram: Polaroids sind keine mehr da, aber ich habe mir vor Kurzem Minibilder ausgedruckt, die ich für ein DIY- Projekt verwenden will. Da sie noch in der Kiste sind, werden sie erst einmal verwendet.  Einen Kaffeebecher habe ich sowieso, also kein Problem. Zubehör ist also vorhanden:

Und so sahen die ersten Ergebnisse dann aus. Mein Laptop hat zwar keinen Skin in Marmoroptik, aber gut.
Da ich für diesen Schritt schon fast einen halben Tag gebraucht habe, inklusive Überlegungen, beschließe ich, am Fototag noch ein wenig weiterzumachen.


Schritt 2: 
Nächster Tag, heute will ich eigentlich das Foto machen. Allerdings muss ich zuerst noch einiges vorbereiten. Das Bilder hängen sich schließlich nicht von selbst aus. Wäre auch zu schön. Da das Bett unter einer Schräge steht, verwende ich Tesa, um das Band zu befestigen, so bekomme ich es dann wieder besser ab, und Löcher will ich bei meiner Mutter im Schlafzimmer ja auch nicht machen. Da ich nicht so viele Clips habe, hänge ich erst einmal nur zwei Reihen Band auf. Daran befestige ich dann die Clips mit Bildern. Soweit, so gut. Nun muss ich für die Frisur allerdings meine Haare erstmal bändigen. Schließlich gelingt mir das Kunststück, die Frisur halbwegs ähnlich hinzubekommen. 



So sah das Schlafzimmer nach Abschluss der Vorbereitungen aus.




















Nun noch schnell den Kaffee kochen, meine Mutter wird dann das Foto machen. Nun aber ran ans Foto. Wie lange das wohl dauert? Vorher schaue ich mir noch einmal genau das Foto an, um mich auch zu positionieren. Und dann die große Überraschung: für das eigentliche Foto brauchen wir tatsächlich nur (!) zwei Anläufe.

Hier ist es endlich, das fertige Ergebnis. Was sagt Ihr? Gelungen oder nicht? Allerdings habe ich insgesamt schon zwei Tage gebraucht, bis ich alles vorbereitet hatte. 





















Bild Nummer 2

Hier steht die Bloggerin vor dem Mailänder Dom. Ok, den kann ich nicht bieten, aber in Bad Homburg wären zwei Kirchen, oder auch der Dom in Frankfurt. Mal schauen. Ansonsten benötige ich dieses Mal tatsächlich nur meine Handtasche und eine Jacke. 

Schritt 1:

Da ich keine schwarze Handtasche habe, werde ich die durch eine in Rosa ersetzen. Anstand eines Kleides in Beige oder Braun, verwende ich einfach mein dunkelgrünes TShirtkleid und außerdem brauche ich noch die Bikerjacke.

Hier dann also die ersten abgeschlossenen Vorbereitungen. Diese konnte ich tatsächlich noch am Abend desselben Tages machen, an dem ich das andere Foto geshootet habe. 





















Am nächsten Tag werde ich erst einmal nach Bad Homburg fahren, denn in einer Nebenstraße der Einkaufsstraße stehen zwei Kirchen: die evangelische und die katholische. Und siehe da, gleich bei der ersten, der evangelischen werde ich fündig: Sie hat einen recht großen Vorplatz, zwar mit einem Beet in der Mitte, aber immerhin. Außerdem hat sie auch ein rundes Portal. 

Hier einmal die Kirche mit Vorplatz von Außen.























Dann folgt die Überlegung, wie ich mich platziere und von wo meine Mutter (die hatte sich auch dieses Mal wieder bereit erklärt) mich fotografiert. Ich entschied, es mal damit zu versuchen, dass ich auf der Seite der Kirche auf dem Bürgersteig zur Straße hin stehen würde und meine Mutter auf der anderen Straßenseite. Wie lange wir wohl für die Fotos dieses Mal brauchen würden? Hier benötigten wir auch nicht lange, tatsächlich war auch gleich das zweite Foto brauchbar (das erste wäre es auch gewesen, wenn nicht plötzlich ein Junge durch das Bild gelaufen wäre).

Hier mal das komplette Endergebnis. Durch die Sonneneinstrahlung wurde auch gleich ein Filterergebnis erzielt. Das Schlimmste hier war übrigens das Warten darauf, dass endlich keine Passanten oder Leute, die die Kirche anschauen wollten, irgendwo davor herumstanden. 


















So, nachdem ich jetzt für das erste Bild insgesamt zwei Tage gebraucht habe und für das letzte auch einen, kann ich definitv sagen, dass viele Bilder vermutlich einen ebenso langen (oder längeren) Prozess in der Vorbereitung hatten und eher nicht in die Kategorie "schneller Schnappschuss" fallen. Ich hatte zumindest das Glück, gerade bei der Wahl der Kirche schnell fündig zu werden und auch damit, dass meine Fotos schnell so geworden sind, wie ich sie mir hatte. Außerdem, seien wir mal realistisch: Wer verbringt seine Tage denn überwiegend im Bett? Die meisten von uns bestimmt nicht. Oder? Über Instagram wird zwar gerne ein perfektes Leben vermittelt, aber aller Wahrscheinlichkeit nach ist bei den meisten das Leben in der Realität tatsächlich nicht so, wie es aussieht. Wie denkt Ihr darüber?

XoXo, Ira Jade


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Kommentare:

  1. Liebe Ira, wirklich ganz tolle Bilder sind das auch bei dir geworden! Hat mir wahnsinnig Spaß gemacht deinen Beitrag zu lesen :)
    Liebste Grüße,
    Heidi von <a href="http://www.wilderminds.de>www.wilderminds.de</a>

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    1. Liebe Heidi,

      danke Dir. Ich fand die Idee mit der Challenge auch super toll. Ich schaue auch gleich noch bei Euch vorbei.

      Liebe Grüße,
      Ira

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  2. Hahaha ich amüsiere mich köstlich über diese ganzen Posts hier. Die beste Challenge seit langem! Ihr seid der Knaller, dass ihr euch da so reingehängt habt ;)
    Alles Liebe, Theresa

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    1. Liebe Theresa,

      danke Dir. Es hat uns auch wahnsinnig viel Spaß gemacht, die Bilder zu machen.

      Liebe Grüße,
      Ira Jade

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  3. Ach wie cool, das ist ja mal eine Hammer Blogparade! Und ein wahres Thema, ich poste auch manchmal Bilder die schon Wochen alt sind oder erwische mich öfter mal, dass nicht alles ganz so stimmt... Deine Bilder sind aber toll geworden.

    Liebe Grüße, Nicky von www.coconuted.com

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    1. Lieben Dank Dir.
      Hihi, ja so geht es uns wohl allen mal. Ich poste auch mitunter alte Bilder, gerne auch dann, wenn man selbst länger keine neuen mehr gemacht hat oder auch dann, wenn die mir irgendwie besser gefallen als die neuen.

      Liebe Grüße,
      Ira

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  4. Das ist echt mal spannend, hinter die Kulissen der Vorbereitung für ein solches Insta Bild zu sehen! Ich denke, inzwischen dürfte uns allen bewusst sein, dass Insta eben oft inszeniert ist - ich finde das aber völlig okay, weil es nun mal eine Form von Kunst ist!

    XX aus Nürnberg
    Jecky
    Want Get Repeat

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    1. Ja, so denke ich auch. Aber überraschenderweise bin ich tatsächlich schon mit Leuten konfrontiert worden, die dann sagen, das eine Bild, das ist ja mal eben schnell gemacht.Ich finde es auch völlig ok, das Insta oft inszeniert ist, sonst würden wir uns die Bilder ja kaum noch anschauen wollen (vor allem mit unseren eigenen müssen wir ja leben, anderen folgen müssen wir nicht unbedingt, wenn es nicht gefällt).

      Liebe Grüße,
      Ira

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  5. Das ist ja wirklich eine witzige Challenge. Macht wirklich Spaß deinen Beitrag zu lesen !

    Liebe Grüße
    Measlychocolate by Patty
    Measlychocolate now also on Facebook

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    1. Liebe Patty,

      danke Dir. Mir hat die Challenge auch wirklich Spaß gemacht, war mal etwas ganz anderes. Vor allem war es eine Herausforderung, da wir ja vorher nicht wussten, was da so auf uns zukommt.

      Liebe Grüße,
      Ira

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